Allgemeinverfügung Luftamt Nordbayern für gewerbliche Drohnen

Die Regierung von Mittelfranken, genauer gesagt das Luftamt Nordbayern hat mit Wirkung zum 18.01.2016 eine Allgemeinverfügung erlassen welche die bisher kostenpflichtigen Aufstiegsgenehmigungen ersetzt. Auf Privatflieger hat diese Änderung keinen Einfluss. Sie dürfen weiterhin auch ohne Genehmigung den Himmel erkunden. Gewerbliche Nutzer werden diese Änderung wahrscheinlich sehr begrüßen.

Die alten Aufstiegsgenehmigungen gelten weiterhin bis zum Ablauf des Gültigkeitszeitraumes. Neue werden nicht mehr erteilt. Statt dessen füllt man nur noch die Erlärung zur Nutzung der Allgemeinverfügung aus, schickt sie per Post ans Luftamt Nordamt Nordbayern und 3 Tage später darf der Multicopter seinen ersten gewerblichen Auftrag ausführen. Eine Eingangsbestätigung der Behörde gibt es nicht. Es wird sogar ausdrücklich darum gebeten von Rückfragen Abstand zu nehmen.

Wer auf Nummer sicher gehen will das die Erklärung zur Nutzung der Allgemeinverfügung für den Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen beim Luftamt Nordbayern angekommen ist sollte den Brief bei der Post als Einschreiben mit Rückschein aufgeben. Dann hat man einige Tage später die Bestätigung im Briefkasten.

Hier schickt man die ausgefüllte und unterschriebene Allgemeinverfügung zur Nutzung von unbemannten Luftfahrtsystemen hin:

Regierung von Mittelfranken
Sachgebiet 25 – Luftamt Nordbayern
Flughafenstr. 118

90411 Nürnberg

Wer bisher eine Aufstiegsgenehmigung für ganz Bayern hatte darf diese weiterhin Nutzen so lange sie gültig ist. Wer aber die neue Allgemeinverfügung nutzen möchte sollte das Formular 2 x verschicken. Auf dem Antragsformular ist es zwar möglich beide Behörden anzukreuzen, allerdings muss lt. Auskunft des Luftamtes Südbayern das Formular an beide Behörden geschickt werden damit die gewerbliche Nutzung für den jeweiligen Luftraum legal ist. Weitere Infos zur Nutzungserklärung für Südbayern.

Die Nutzung der Allgemeinverfügung muss alle 2 Jahre erneut den Behörden mitgeteilt werden. Aber alle 2 Jahre ein Formular einsenden ist eine Praxis durchaus vertretbar. Und die ca. 150.- € die man bisher für eine Aufstiegsgenehmigung auf den Tisch legen musste entfallen auch. Auch wenn es bisher schon (je nach Bundesland unterschiedlich) nicht schwer war eine Genehmigung zur gewerblichen Nutzung von Drohnen zu bekommen hat die neue Allgemeinverfügung das Verfahren nochmal um einiges einfacher gemacht.

Für Firmen besonders interessant ist das jetzt auch Personenvereinigungen (Firmen) eine die Nutzung anzeigen können. Während bisher jeder Pilot eine eingenständige Aufstiegsgenehmigung beantragen musste können jetzt alle Piloten in einer Tabelle aufgelistet werden.

Das Formular zur Nutzung der Allgemeinverfügung kann man auf der Webseite der Regierung von Mittelfranken downloaden. Wer den Text der Allgemeinverfügung nachlesen möchte kann das hier tun.

Die Allgemeinverfügung gilt im übrigen nur für Drohnen die auch bisher erlaubnisfähig waren. Luftfahrzeuge mit einer Gesamtmasse von über 5 kg, Copter mit Verbrennungsmotor oder Sondereinsätze z.B. Flüge über Menschenasammlungen oder an Industrieanlagen und Kraftwerken müssen weiterhin jeweils einzeln beantragt und genehmigt werden.

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